Martin und der Blaue Kristall

193. Martin und der Blaue Kristall


Martin und der Blaue Kristall

(Die Zweite Ebene: Die Ebene von Ur)

vor 1.418 Jahren

von Uwe Vitz

Nun machte sich Martin auf die Suche nach den Blauen Kristallen

Blaue Kristalle gab es vor allen in den Blauen Städten.

Blaue Städte, so nannte man jene Städte, die Prinz Eisenhart einst aus

Wasserteufelplatten gebaut hatte.

Nach und nach waren die meisten diese Städte von den Bewohnern verlassen

worden.

Noch immer hörte man das Ächzen und Stöhnen der eingepressten Wasserteufel

in den Blauen Städten.

Und die Hexe Morgus hatte die Bewohner dieser Städte besonders mit ihren

Dämonensoldaten bedrängt.

Aber sechs Städte waren noch übrig geblieben.

In diesen Sechs Städten lebte die Blauen Zauberer, welche ihre Macht

aus Blauen Kristallen zogen, zu welche sie die in den Platten eingepressten

Wasserteufel umwandelten.

Die Blauen Zauberer waren so mächtig, dass die Große Hexe Mprgus bisher

nicht versucht hatte sie zu unterwerfen.

Doch die Große Hexe hatte sie auch nicht zu ihren Verbündeten gemacht.

Wahrscheinlich wartete sie da drauf, dass Höllenkönig Ursatan wieder mächtiger

wurde, um dann mit seiner Hilfe die Blauen Zauberer zu versklaven oder

zu vernichten.

Freilich die Blauen Zauberer waren nicht mehr ganz menschlich.

Sie hatten blaue Haut und leuchtende Augen, vielleicht entwickelten sie sich

nach und nach zu Dämonen.

Dann würde sich das Gleichgewicht auf der Zweiten Ebene noch mehr zu Gunsten

des Bösen verschieben.

Sollte dies geschehen, würden die Große Hexe Morgus und der Höllenkönig Ursatan triumphieren.

Martin betrat kühn eine der Blauen Städte.

Nun war einer der Blauen Zauberer in dieser Stadt ein Spion der Großen

Hexe.

Als er Martin entdeckte, vergaß er alle Vorsicht, sprach einen Zauber

und lähmte das Kind.

Der Blaue Zauberer zauberte sich mit Martin aus der Stadt, außerhalb

der Stadt wollte er die Große Hexe Morgus rufen.

*

Außerhalb der Stadt wollte der verräterische Zauberer nach der Großen Hexe Morgus rufen.

Doch ehe es so weit war, eilte schon Prinz Eisenhart herbei.

Martin freute sich sehr, als er den Prinzen sah.

Der Blaue Zauberer jedoch ärgerte sich, weil nun all seine Pläne vereitelt waren.

Er wollte dem Prinzen mit einem Zauber lähmen.

Doch Prinz Eisenhart beruhigte den Zauberer mit vielen Faustschlägenn.

Ach, da verging dem Blauen Zauberer bald die Lust am Zaubern und er wurde

ohnmächtig.

Martin bedankte sich sehr bei dem Prinzen, der ihm zum zweiten Mal rettete.

Der Prinz jedoch durchsuchte den Blauen Zauberer und fand einen Blauen Kristall,

diesen gab er Martin.

Martin bedankte sich bei dem Prinzen und bat um Gnade für den Blauen Zauberer.

Doch Prinz Eisenhart erkläte Martin, dass dies zu gefährlich sei, da dieser Blaue Zauberer leider

ein Spion der Großen Hexe Morgus sei.

So legte der Prinz den ohnmächtigen Blauen Zauberer auf eine Felsplatte und schlug mit

einem kleinen Felsen so lange auf den Zauberer ein, bis dieser in die Felsplatte eingepresst

war.

Dann eilte Prinz Eisenhart mit der Felsplatte davon.

An einer fernen Ecke des Zentralkontinents zerbrach der Prinz die Platte in tausend Stücke

und der Geist des unglücklichen Blauen Zauberers versank im Grimmigen, Gerechten

Schmerz.

Dies spürte erneut die Große Hexe Morgus, wütend eilte sie herbei.

Aber da war Prinz Eisenhart schon fort und der Blaue Zauberer, der zu einem Grimmigen,

Gerechten Teich geworden war, konnte ihr auch nichts mehr verraten.

**

Vor Martin jedoch erschien der Zauberer Roberth, der den Blauen Kristall nahm und

Martin erklärte, er habe seine Mission vollendet.

So hatte Martin alle sechs Aufgaben erfüllt.

Ende...