Prinz Eisenhart und die Wasserteufel

139. Prinz Eisenhart und die Wasserteufel

(Die Zweite Ebene: Die Ebene von Ur)

(vor 1449 Jahren)

von Uwe Vitz

Prinz Eisenhart sah durch die magische Kristallkugel wie König Asperagus der Erste das Heer der Wasserteufel sammelte, um die Bewohner des Nordens der Ebene von Ur

immer mehr zu plagen.

Im Süden herrschten die Vampirhexen und trieben es noch schlimmer.

Und über alle Wesen auf dieser Ebene herrschte die schreckliche Hexe Morgus.

Über diese Hexe herrschte Höllenkönig Ursatan, der die ganze Würfelwelt beherrschte und bedrohte.

Wahrlich finstere Zeiten.

" Nun ist es genug." entschied Prinz Eisenhart.

" Die Wasserteufel sollen der Grimmigen Gerechtigkeit zugeführt werden."

*

Und so lief der Prinz alleine los, um die Wasserteufel endlich für all ihre Verbrechen zu bestrafen.

Kaum näherte sich der Prinz, der Hauptstadt der Wasserteufel begegneten ihm schon hundert Wasserteufel.

Eisenhart ergriff die Unholde, warf sie auf einen großen Haufen und machte mit seinem kleinen Felsen rasch eine Wasserteufelplatte aus ihnen.

Nachdem dies geschehen war lief der Prinz weiter.

So hatte Eisenhart die Wächter wohl unschädlich gemacht, aber wie sollte es jetzt weiter gehen?

Vor der Hauptstadt der Wasserteufel sammelte sich bereits ein gewaltiges Heer, welches den Norden der Zweiten

Ebene verwüsten wollte.

**

Es waren mindestens hunderrtausend Wasseteufel.

Prinz Eisenhart beobachtete sie von einer Anhöhe aus.

Wie sollten die Ungeheuer vernichtet werden?

Würden sie immer weiter den Norden der Ebene von Ur verwüsten, würden sie alle Völker dieser Ebene ausrotten und dann weiter ziehen,

auf andere Ebene der Würfelwelt?

Wenn sie Richtung Osten auf den Bergpfad marschierten konnten der Prinz sie wohl der Reihe nach beseitigen.

An der Spitze des gewaltigen Heeres versammelten sich schon die Wasserteufelfürsten mit Wasserrteufelkönig Asperagus, dem Ersten und bereiteten den Großangriff

auf die entsetzten Bewohner vor.

Da hatte Prinz Eisenhart eine gute Idee.

Der Prinz lief den Ungeheuern entgegen.

So eilte er zu König Asperagus, dem Ersten und hundert Wasserteufelfürsten.

Ehe diese ahnten, was der Knabe vorhatte, warf der fröhliche Prinz sie schon auf einen Haufen und

vollbrachte vor den Augen der anderen Wasserteufel ein Fröhliches, Grimmiges, Gerechtes Werk.

Eisenhart presste die Wasserteufelfürsten und den Wasserteufelkönig mit dem kleinen Felsen zu einer Platte zusammen.

Dabei ließ der Prinz jedoch die Köpfe des Königs und der Fürsten unbeschadet, so daß diese jetzt um Hilfe

rufen konnten.

Prinz Eisenhart jedoch nahm die Platte aus denen nun hunderteins heulende Köpfe ragten und lief mit ihr

einfach davon. Dabei lachte der Knabe frech über den Fröhlichen, Grimmigen, Gerechten Streich, denn er dem Wasserteufeln gespiellt hatte.

Vor Wut und Hass brüllend stürmte das gewaltige Wasserteufelheer hinter dem Prinzen her.

***

So konnte Eisenhart sie auf den richtigen Pfad führen und hier erwartete der junge Prinz sie mit einem großen

Felsen, den er rasch über sie rollte, wenn sie den Pfad herauf stürmten.

So wuchs rasch hinter ihm ein großer grüner Turm aus Wasserteufelplatten, während das furchtbare Heer

immer noch hasserfüllt heran stürmte. Aus dem Turm wurde ein Berg, ach am Ende hatte der fröhliche Prinz ein Gebirge aus

Wasserteufelplatten angelegt. Schließlich waren alle Wasserteufel auf der Zweiten Ebene in Platten eingepresst worden.

" Nun ", entschied Prinz Eisenhart, " sollt ihr dem Guten dienen."

****

So vollbrachte der Prinz mit den Wasserteufeln, was er schon mit den Vampirgöttern getan hatte.

.

Aus Wasserteufelplatten legte der Prinz Wege, Dörfer, Parks, Gärten, Teiche und kleine Städte an, für die Gefangenen, welche er aus den

Sklavenlagern befreite.

Nun bebaute der junge Prinz all die Länder des Nordens dieser Ebene mit Wasserteufelplatten, bis es auf allen Ländern des Nordens wieder viele schöne Dörfer und Städte gab.

Dafür hatte Prinz Eisenhart fröhlich das Volk der Wasserteufel verbaut.

Aus den schrecklichen Dämonen waren gute Werke von Prinz Eisenhart geworden.

Nun mochten sie noch einige Jahre in ihren Platten ächzen und stöhnen, aber bald würden ihre Bewusstseine einschlafen und noch eine Weile später war ihre Lebenskraft verbraucht.

Dann waren sie wirklich nur Häuser, Fußabtreter, Teichumrandungen, Straßen und Wege.

Die Bewohner des Nordens der Zweiten Ebene dankten dem jungen Prinzen für ihre Rettung.

Prinz Eisenhart jedoch entschied sich auch noch mit den Vampirhexen im Süden und der Ersten Dienerin des Höllenkönigs Ursatans

, der Hexe Morgus abzurechnen.

Ende